In Kooperation mit der Werbeagentur Shanghai.Berlin, THE DIGNIFIED SELF® – einer Initiative für mehr Achtsamkeit in digitalen Zeiten – und der Event- Location Hallesches Haus haben wir Ende März 2017 der ständigen Beschleunigung unseres Alltags einen Gegenpol gesetzt. Im Rahmen des neuen Event-Formats #storymonday haben wir einen Abend im pulsierenden Berlin dem Thema der Achtsamkeit gewidmet.

Achtsam zu sein bedeutet im Hier und Jetzt zu verweilen, urteilsfrei zu sein und mit allen Sinnen bewusst wahrzunehmen. Doch was hat das mit dem Agenturgeschäft und der Digitalisierung zu tun? Warum sich die Gründer von Shanghai.Berlin zu diesem Thema entschlossen haben, erläutern sie wie folgt: “Für die erste Veranstaltung wählten wir ein Thema, das uns am Herzen liegt. Wir denken, dass immer mehr Menschen von der Dynamik und den ständigen Veränderungen unseres digitalen Zeitalters “überwältigt” werden. Technologie scheint zu allem fähig zu sein. Überall. Jederzeit. Aber was ist mit uns Menschen? Um heute glücklich zu leben und auch erfüllt bei der Arbeit zu sein, müssen wir vielleicht neue persönliche Fähigkeiten entwickeln – Deshalb haben wir Autorin Lilian N. Güntsche, eine Digitalberaterin, Managerin und Achtsamkeit-Evangelistin der Neuzeit, eingeladen, Auszüge aus ihrem neuen Buch “Achtsamkeit in digitalen Zeiten“ – ein persönlicher Wegweiser für mehr Ruhe in der Beschleunigung“ zu lesen.”

Verschiedene Geschäftsleute aus unterschiedlichsten Industrien, kreative Agenturleute, Achtsamkeitspraktizierende und Neugierige versammelten sich zum ersten #storymonday in der charmanten Location und lauschten – überaus achtsam – meiner Lesung. Es war ein toller und spannender Mix an Leuten anwesend an diesem Abend. Manche hatten bereits Erfahrung mit dem Thema Achtsamkeit, andere nicht. Besonders Freude machte mir der persönliche Erfahrungsaustausch und die gemeinsamen Gespräche und Diskussionen mit allen Teilnehmern. So zum Beispiel darüber, wie wir Achtsamkeitspraktiken am besten in unserer schnelllebigen Zeit nutzen und auch im stressigen Berufsalltag verankern können.

Nach der Lesung einer Passage aus dem Kapitel „Von Selfie zu Self: Achtsamkeit im schnelllebigen Wandel“ sprachen wir zudem über „Mindful Management“: Achtsamkeit in der Führung und in der Wirtschaft. Hierbei gab es unterschiedliche Rituale, Erfahrungen und Vorschläge. Dem einen hilft es drei bewusste Atemzüge vor wichtigen Terminen und Präsentation zu nehmen, der andere macht mittags einen Spaziergang an der frischen Luft, der nächste achtet auf die bewusste, aktive Kommunikation im Team. Ich empfehle auch immer gerne sich im achtsamen Mittagessen, einem sogenannten „mindful lunch“ zu üben. Hierbei besteht die Kernaufgabe darin ganz bewusst beim Essen seine fünf Sinne zu aktivieren und sich allein darauf zu fokussieren. Es geht darum Fokus zu üben in einer Zeit der Ablenkung. Persönliche Kommunikation zu kultivieren in einer Zeit der Anonymität. Momente der Ruhe zu schaffen in einer Zeit der Beschleunigung. Von „Always-On zu Always-Omm“ – wie ich es in meinem Buch auch nenne.

Egal welchen Weg wir individuell für uns gehen, wichtig ist vor allem zu beginnen und dafür gibt es nur einen Zeitpunkt: Jetzt. Vielleicht beginnen Sie gleich jetzt und versuchen einmal eine Minute absolut gar nichts zu tun und sich einfach nur auf das ein- und ausatmen zu konzentrieren. Na… wie fühlt sich das an?

Am Abend des #StoryMonday haben wir ebenfalls gemeinsam eine Minute in Stille in Berlin- Kreuzberg verweilt und anschließend unsere Eindrücke geteilt. Ein sehr schöner Augenblick. Einige fanden es schwer, andere empfanden es als sehr entspannend. Und meine Hundefreundin Mila, die am Abend der Lesung entschied bei mir vorne auf der Bühne zu sitzen, genoss es in vollen Zügen und verfiel in einen fast meditativen Zustand. Ja. Auch von Tieren können wir lernen. Auch sie können eine Form von Achtsamkeit-Trainern sein.

Jeder Moment im Leben kann ein potentieller Lehrer sein. Denn auch im Alltag, wenn das nächste Mal eine innere Wut bei Ihnen aufkommt – zum Beispiel im Straßenverkehr oder weil sonst irgendetwas schief läuft – liegt die Entscheidung ganz bei Ihnen.

Wie viel Raum geben Sie diesem Erlebnis? Brechen Sie in Zorn aus, regen sich maßlos auf? Erzählen Sie noch Kollegen oder Freunden Stunden später davon und tragen Sie den Moment den ganzen Tag in sich? Oder können Sie in solchen Momente gelassen bleiben, akzeptieren und den Moment ziehen lassen – wie Wolken die vorbei fliegen? Hierbei hilft es z.B. bewusst und ganz tief in den Bauch zu atmen und sich vorzustellen, dass all die negative Energie beim Ausatmen Ihren Körper verlässt. Versuchen Sie es doch einmal.

Selbst wenn Sie kein Freund der Meditation sein sollten, ich denke, es gibt viele Wege Achtsamkeit zu praktizieren. Meditation und Yoga sind quasi wie König und Königin – nicht aber die einzige Antwort. Um genau zu sein, gibt es meiner Meinung nach sogar 7 Wege bzw. Ebenen der Achtsamkeit, welche ich in meinem Buch „Achtsamkeit in digitalen Zeiten“ näher erläutere. Es ist ein Einsteigerwerk um mehr Achtsamkeit in den Alltag zu bringen – gerade geeignet für Workaholics oder Skeptiker – denn auch ich gehörte dieser Zielgruppe an. Auch wenn Sie an dem Abend des Story Mondays nicht dabei sein konnten, so hoffe ich Ihnen mit meinem Buch, durch Praxis-Interviews, Zitate, Bilder, Übungen, Life-Hacks und Anekdoten etwas Inspiration zu geben ebenfalls zu mehr Ruhe in der Beschleunigung zu finden.

Dank der schönen neuen digitalen Möglichkeiten, können Sie abschließend noch einen persönlichen Eindruck des ersten Story Mondays gewinnen. Das nachfolgende Video zeigt einen Ausschnitt und das erste Kapitel aus „Achtsamkeit in digitalen Zeiten“, welches den Namen „Vom Smartphone zurück zum Moleskine“ trägt. Ich wünsche Ihnen viel Freude damit und hoffe Sie beim nächsten Story Monday vielleicht persönlich kennenzulernen.

    LILIAN N. GÜNTSCHE   Posted in: Allgemein  

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